Häufig gestellte Fragen

Wir haben für Sie einige Fragen, die uns immer wieder gestellt werden, beantwortet. Wir hoffen, die Antworten helfen Ihnen weiter.

Was ist mit dem Nuckeln?

Jedes Kind nuckelt, jedoch können je nach Dauer, Intensität und Art des Nuckelns Zahnfehlstellungen entstehen.

Eine mögliche Folge ist der „offene Biss“, bei dem die Schneidezähne beim Zubeißen nicht mehr zusammenkommen. So kann ein Kind nur noch mit den seitlichen Zähnen abbeißen. Zudem kann die Zunge im Mund nach vorne rutschen und die Aussprache der Zischlaute erheblich erschweren.

Die meisten Kinder verzichten von sich aus zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr auf den Schnuller, Daumen und Finger werden oft sehr viel länger zum Nuckeln genutzt. Wenn Sie meinen, dass Ihr Kind zu viel, zu intensiv oder zu lange nuckelt, sprechen Sie uns bitte an

Wie entsteht Karies?

Süßigkeiten schaden unseren Zähnen: Auf der Zahnoberfläche bildet sich ein Zahnbelag (Plaque) in dem sich Bakterien ausgesprochen wohl fühlen. Wenn wir nun Zucker zu uns nehmen (und sehr viele Nahrungsmittel enthalten Zucker, – nicht nur Bonbons und Limonaden), verwandeln ihn die Bakterien zu einer Säure, die den Zahn angreift. Es werden Mineralien aus dem Zahn herausgelöst. Hat der Zahn durch weitere Säureattacken keine Möglichkeit sich zu regenerieren, können die Bakterien den widerstandsfähigen Zahnschmelz beschädigen. Es entsteht ein Loch im Zahn, das sich schnell vergrößern kann. Das Gemeine: Die Säuren arbeiten viel schneller als der Zahn bei seinen Re-Mineralisierungsbemühungen. Wenn ein Kind also ständig Süßigkeiten isst, hat der Zahn in diesem „Wettlauf“ keine Chance. Einige Bakterienarten (Streptococcos mutans und Lactobacillen) produzieren sehr viel Säure und fördern so die Karieserkrankungen.

Die beste Vorsorge: gründliche Vorsorge und gesunde Ernährung.

Müssen Milchzähne überhaupt behandelt werden?

Ganz sicher. Milchzahnkaries kann Ihrem Kind Zahnschmerzen zufügen. Kranke Milchzähne können zu Vereiterungen des Kieferknochens und zur Schädigungen der folgenden Zähne führen. Wenn die Zähne entzündet sind oder zu früh gezogen werden müssen, können Sprachprobleme, schiefstehende Zähne, zu enge Zahnabstände und Verfärbungen der bleibenden Zähne auftreten.

Kommen Sie daher bitte mit Ihren Kindern zu den Vorsorgeuntersuchungen der Milchzähne.

Kann man kleinen Kindern einen Zahnarztbesuch zumuten?

Grundsätzlich hat der Zahnarztbesuch durch neue Behandlungsmethoden und eine erhöhte Sensibilität der Zahnärzte viel von seinem Schrecken verloren. Kinderzahnarzt-Praxen sind auf junge Patienten aber noch sehr viel besser eingestellt: In der Zusatzausbildung werden neben den medizinischen Besonderheiten auch sehr stark psychologische Aspekte berücksichtigt. Kinderzahnärzte können gut mit den Ängsten der Kinder umgehen – im Idealfall lassen Sie diese Ängste gar nicht erst aufkommen.

Und wenn mein Kind trotzdem Angst hat?

Noch einmal unsere Bitte: Sollten Ihre Erfahrungen mit Zahnärzten nicht immer positiv gewesen sein, übertragen Sie Ihre Ängste nicht auf die Kinder. Meist gelingt es unseren psychologischen geschulten Mitarbeiter/innen kindliche Neugier zu wecken und eine Zahnarztpraxis kann ja auch sehr interessant vorgestellt werden. Ängstlichen Kindern werden wir beim ersten Besuch lediglich alle zahnärztlichen Geräte und Instrumente in kindgerechter Sprache erklären und ein Vertrauensverhältnis zwischen uns und dem Kind aufzubauen.

Erst bei einem zweiten Termin erfolgt dann die eigentliche Untersuchung und eine ggfs. notwendige Zahnbehandlung. Hier stehen uns verschiedene Möglichkeiten der Ablenkung oder einer Desensibilisierung zur Verfügung.

Und wenn Kinder noch ganz klein sind?

Hier helfen weder Führung durch die Zahnarztpraxis noch Ablenkung durch Unterhaltung, Geschichten-Erzählen – das geht bei sehr jungen Patienten nicht. Wenn bei kleinen Kindern (im Alter bis zu 3 Jahren) z.B. durch Babyflaschenkaries sehr viele Milchzähne zerstört sind, führen wir die Behandlung in Vollnarkose, selbstverständlich im Beisein eines Kinder-Anästhesisten durch.